Biodiversität

Biodiversität der Initiative Zukunftsgrün

03.02 Lebensraumvielfalt

03.02.01 Öffentliches Grün

  • Kriterium: naturnah gestaltete bzw. gepflegte öffentliche Flächen
  • Indikator: Anteil naturnah gepflegter öffentlicher Flächen an allen öffentlichen Grünflächen

Anzahl naturnah gestaltete bzw. gepflegte öffentliche Flächen: 45.000 m2. Alle öffentlichen Grünflächen: 106.050 m2. Die Gesamtanzahl der öffentlichen Grünflächen beträgt 106.050 m2. Darunter fallen grüne Außenbereiche von gemeindeeigenen Gebäuden, Parkanlagen, Grünflächen neben Straßenverläufen. Nicht hinzugerechnet wurden Grünflächen von Sportanlagen. Die Erhebung erfolgte durch eine GIS-Auswertung.

Von diesen Flächen werden 45.000 m2 naturnah gestaltet und gepflegt. Das heißt, es sind Biodiversitätsflächen, extensiv bewirtschaftete größere Wiesenflächen oder auch an Siedlungsrandgebieten von der Gemeinde angelegte Obststreuwiesen. Zudem verzichtet die Marktgemeinde Rankweil auf allen Grünflächen auf Pestizide und Kunstdünger. 

03.02.02 Privates Grün – Rasenmäher-Challenge

  • Kriterium: Umsetzungsgrad des Wettbewerbs „Ferien für den Rasenmäher“
    • a) Eigene Bewerbung 
    • b) Eigene Bewerbung + Bevölkerung oder Gemeinde nimmt teil 
    • c) Eigene Bewerbung + Bevölkerung und Gemeinde nimmt teil 

Die Marktgemeinde Rankweil hat als Gemeinde an der Rasenmäher-Challenge teilgenommen und auch die Aktion für die Bevölkerung beworben.

03.02.03 Biotopverbund

  • Kriterium: innerörtliche Lebensraumverbünde
  • Indikator: Anteil gesetzter Maßnahmen zur Schaffung eines innerörtlichen Netzes von Lebensraumverbünden zu geplanten Maßnahmen

Begrünte Verkehrsinseln bei der Sanierung der Landammanngasse und Kreuzlingerstraße

Die Marktgemeinde Rankweil hat sich zum Ziel gesetzt, während der Projektlaufzeit von „Zukunftsgrün – Spiel ohne Grenzen“ zwei Projekte zur innerörtlichen Biotopvernetzung umzusetzen.

Im Zuge der Sanierung der Landammanngasse und Kreuzlingerstraße wurden im September 2025 zwei neue, begrünte Verkehrsinseln geschaffen. Auf den neuen Grüninseln wurden insgesamt neue Bäume gepflanzt und – wie in der Marktgemeinde Rankweil an Straßenrändern und auf Verkehrsinseln seit Langem üblich – mit einer naturnahen, mageren Stauden- und Blumenbepflanzung ausgestattet. Die neuen Verkehrsinseln wirken verkehrsberuhigend, leisten einen wichtigen Beitrag zur Entsiegelung und fungieren zugleich als kleine Trittsteine für den Biotopverbund im Siedlungsgebiet.

03.03 Genetische Vielfalt

03.03.01 Bestand an genetischer Vielfalt

  • Kriterium: Kultur- und Naturlandschaftsrelikte 
  • Indikator: Erstellung einer digitalen Bestandskarte der Kultur- und Naturlandschaftsrelikte

Die Marktgemeinde Rankweil hat im Jahr 2021 einen Maßnahmenplan zum Biotopverbund erstellt. Im Zuge dessen wurden auch die Streuobstwiesen als Relikte der Kulturlandschaft erfasst und in einer digitalen Karte dokumentiert. Diese Karte zeigt sowohl die noch bestehenden Streuobstwiesen als auch jene Flächen, die sich für eine Wiederansiedlung eignen würden.

Lageplan Biotopverbund

03.03.02 Agrobiodiversität

  • Kriterium: lokale Tierrassen und Kultursorten
  • Indikator: Anteil gesetzter Maßnahmen von lokalen Tierrassen und Kulturpflanzen zu geplanten Maßnahmen

Die Marktgemeinde Rankweil hat sich zum Ziel gesetzt in der Projektlaufzeit von Zukunftsgrün Spiel ohne Grenzen zwei Maßnahmen zur Förderung lokaler Tier- und Kulturpflanzen zu setzen. 

Maßnahme 1: Die Marktgemeinde Rankweil fördert alternative Kulturen und ökologische Aufwertungen, wie beispielsweise die Erhaltung von Streuewiesen und Streuobstwiesen. Die Förderungen im Landwirtschaftsbereich können unter den Landwirtschaftsförderungen eingesehen werden.

03.03.03 Kreislaufwirtschaft

  • Kriterium: Kreislaufwirtschaft im Siedlungs-Grünraum
  • Indikator: Anteil gesetzter Maßnahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und natürlicher Prozesse im Siedlungsraum zu geplanten Maßnahmen

Die Marktgemeinde Rankweil hat sich zum Ziel gesetzt, während der Projektlaufzeit von „Zukunftsgrün – Spiel ohne Grenzen“ zwei Maßnahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft umzusetzen. Dies können beispielsweise Maßnahmen aus folgenden Bereichen sein: Boden-Wiederverwendung, Mähgutübertragungen, (Wieder)-Verwendung von Stauden, Stecklingen und Bäumen, Zulassen der natürlichen Selbstbesiedelung, Entwicklung von Ruderalfluren. 

Folgende Maßnahmen wurden in Rankweil umgesetzt: 

Baumversetzung und Wiederverwendung: Aufgrund des Neubaus einer Kinderbetreuungseinrichtung war es notwendig Bäume zu entfernen. Diese konnten erhalten werden, indem sie ausgegraben und an anderer Stelle wieder eingesetzt wurden.

Baumversetzung und WiederverwendungBaumversetzung und Wiederverwendung