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Stronger together

Veröffentlichungsdatum17.07.2025Lesedauer3 MinutenKategorienMarktgemeinde - Neuigkeiten
Türschild über dem Eingang des Jugendtreffs Planet

Rankweil gibt der Jugend eine Stimme.

„OPEN“ – in knalligem Neonpink leuchtet es über dem Eingang des Jugendtreffs Planet. Ein einfaches Wort mit großer Bedeutung: offen für Ideen, offen für Vielfalt, offen für junge Menschen. Diese Haltung prägt das Miteinander in Rankweil – und zeigt sich auch im konkreten Handeln der Politik.

In einem breit angelegten Beteiligungsprozess wurden zukunftsorientierte „Frei-Zeit-Räume“ definiert und ein Leitbild für die Jugendarbeit entwickelt, das junge Menschen sichtbar in den Mittelpunkt rückt – sowohl in der Gesellschaft als auch im öffentlichen Raum.

Raum für neue Perspektiven

„Bei uns sind alle Jugendlichen willkommen“, sagt Marcel Matt lächelnd und zeigt auf die gekachelten Wände der ehemaligen Fleischerei, in die der Jugendtreff vor über 25 Jahren eingezogen ist. Sie sind mit bunten Plakaten beklebt: Karaoke, Jugendkino, Textilwerkstatt und Mädelsabend. Marcel ist Geschäftsführer der Offenen Jugendarbeit. Seine Hände sind noch voller Farbkleckse vom letzten Graffiti-Workshop und seine graublauen Augen strahlen vor Begeisterung. Früher war er Polizist und hat selbst erlebt, was Jugendliche auf die falsche Bahn bringen kann. Er kennt ihre Ängste, ihre Hoffnungen – und die Kriminalstatistik. „Es braucht geschützte Räume und sinnvolle Freizeitangebote – das ist die beste Prävention“, sagt er und schnippelt dabei Erdbeeren aus dem Garten hinterm Haus.

Begegnung auf Augenhöhe

Die Jugend von heute ist die Zukunft von morgen. Doch das Gebäude des Jugendtreffs ist in die Jahre gekommen und die Anforderungen an moderne Jugendarbeit haben sich weiterentwickelt. Deshalb hat die Marktgemeinde Rankweil nicht einfach für, sondern gemeinsam mit den Jugendlichen nachgedacht, geplant und gestaltet. „Uns ging es nicht nur um Räume im klassischen Sinn, sondern um echte Lebensräume“, betont Marcel Matt. Deshalb wurden über 300 junge Menschen befragt, es gab Workshops und eine Jugendklausur. Der gesamte Prozess wurde professionell begleitet und entwickelte sich zu einem echten Dialog auf Augenhöhe – zwischen Jugend, Politik und Verwaltung.

Partizipation bedeutet Selbstwirksamkeit

Aileen und Lucas sind Teil des Jugendteams im Planet – auch sie waren bei den Ortsbegehungen im Zuge des Beteiligungsprozesses dabei. „Wir durften unsere Wünsche einbringen und unsere Lieblingsplätze auf einer Landkarte markieren“, erzählt Aileen begeistert. „Klar wollten wir mitten ins Zentrum!“ – „Ich find‘s richtig cool, dass wir mitreden durften“, ergänzt Lucas. „Das gibt uns das Gefühl: Unsere Stimme zählt.“

Marcel Matt, Aileen und Lucas in der Calisthenics-Anlage

Zuhören ist der Anfang von Verstehen

Der derzeitige Jugendtreff ist eine gemütliche Mischung aus Wohnzimmer und Kreativlabor – mit Tischkicker, Grünpflanzen, Gaming-PCs und rotierender Discokugel, umrahmt von leuchtenden Lichterketten. Weshalb Jugendliche hierherkommen? Die Gründe sind so vielfältig wie sie selbst: Manche wollen Gemeinschaft spüren, andere machen gerade schwere Zeiten durch und erfahren hier professionelle Begleitung. Für viele Jugendliche bietet die Offene Jugendarbeit einen geschützten Raum mit vertrauten Menschen. Und dann gibt es noch diejenigen, die mitgestalten möchten und sich aktiv ins Gemeindeleben einbringen. „Die Jugendlichen wissen genau, was sie wollen. Manchmal braucht’s einfach nur jemanden, der da ist – und zuhört“, sagt Marcel Matt. 

Jede Idee ist nur so gut, wie ihre Umsetzung

Die Marktgemeinde Rankweil hat den Jugendlichen aufmerksam zugehört – und handelt. Ein neues Jugendtreff-Gebäude ist in Planung, mitten im Ort bei der Gastra. Auch bei zukünftigen Entscheidungen – ob Public Viewing, Kulturveranstaltungen, Spielplatzgestaltung oder Marktplatzentwicklung – werden die Anliegen der Jugendlichen konsequent mitgedacht. „Einige unserer Ideen wie das Jugendkino oder die Calisthenics-Anlage wurden schon umgesetzt“, erzählt Lucas stolz, während er auf seinem Handy die Planet-Playlist startet.

Aus den Boxen im Jugendraum dröhnen die Beats des Songs „Stronger together“ – ein Titel, der sich dann bestimmt als Schriftzug über dem neuen Gebäude gut machen würde. Natürlich in Neonpink.

Ein Beitrag der Gemeindemarketing Rankweil GmbH.